Stellen Sie sich eine Welt vor, in der Harry Potter nicht nur auf Magie, sondern auch auf Datenanalyse setzen könnte. Was wäre passiert, wenn Hogwarts Zugriff auf moderne Technologien gehabt hätte, wie etwa auf SAP Embedded Analytics? Diese Vorstellung ist mehr als ein Gedankenspiel. In dieser siebenteiligen Blogreihe verknüpfen wir zentrale Features von SAP Embedded Analytics mit den Geschichten aus jedem einzelnen Harry-Potter-Band. Ziel ist es, nicht nur technologische Konzepte greifbar zu machen, sondern auch zu zeigen, wie sie in der Realität oder in einer Zauberwelt echte Probleme lösen könnten.
Was haben SAP Embedded Analytics und die Zauberwelt von Harry Potter gemeinsam? Auf den ersten Blick nichts. Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich, dass in beiden Welten die gleiche Herausforderung steckt: Wie gelangt man zur richtigen Information, bevor es zu spät ist? In einer Welt voller Hinweise, Geheimnisse und Bedrohungen kann die richtige Analyse über Sieg oder Niederlage entscheiden.
Im Folgenden widmen wir uns Band 1: Der Stein der Weisen.
Hogwarts ist die berühmte Schule für Hexerei und Zauberei, in der Harry Potter und seine Freunde ausgebildet werden. Sie ist ein riesiges Schloss voller sprechender Gemälde, Geheimgänge, magischer Artefakte und zahlreicher Geheimnisse. Bei genauer Betrachtung ist Hogwarts jedoch auch ein gutes Beispiel für eine chaotische Informationslandschaft.
Im ersten Band der Harry-Potter-Reihe (Harry Potter und der Stein der Weisen) beginnt Harry sein erstes Schuljahr. Gemeinsam mit Hermine und Ron stößt er auf das Rätsel um den sagenumwobenen Stein der Weisen, den Lord Voldemort stehlen will, um Unsterblichkeit zu erlangen.
Die Informationen über diesen Stein und seinen Schöpfer Nicolas Flamel sind nicht geheim, sie sind einfach nur schwer zu finden. Hermine recherchiert tagelang in der Bibliothek, scannt Buchrücken und durchforstet Wälzer. Erst durch einen Zufall, eine Sammelkarte von Albus Dumbledore in einem Schokofrosch, stößt sie auf den Namen Flamel. Das bringt sie auf die Spur, in welchem Buch sie suchen muss. Dort findet sie schließlich die entscheidende Information: Flamel ist der Alchemist, der den Stein erschaffen hat.
Diese Szene zeigt ein typisches Problem, das viele Organisationen kennen. Die Daten sind vorhanden, aber sie sind schlecht strukturiert, verteilt und schwer auffindbar. Wissen hängt am Zufall, an einzelnen Personen und an der Bereitschaft, sich durch unübersichtliche Quellen zu wühlen. Hätte Hermine stattdessen ein Analysewerkzeug wie den SAP Query Browser gehabt, hätte sie die Antwort in Sekunden gefunden. Ein gezielter Suchbegriff und ein strukturierter Zugriff auf die richtigen Datenquellen hätten genügt.
Diese Szene steht sinnbildlich für eine alltägliche Situation im Geschäftsalltag. Alle Informationen sind vorhanden, aber niemand findet sie. Genau hier kommen SAP Embedded Analytics und der Query Browser ins Spiel.
SAP Embedded Analytics bezeichnet die Möglichkeit, direkt im SAP S/4HANA System auf operative Daten zuzugreifen und diese in Echtzeit zu analysieren. Ein separates Business-Intelligence-Tool oder eine Datenextraktion ist nicht notwendig. Man könnte es als den magischen Spiegel der SAP-Welt bezeichnen, denn er zeigt, was im System passiert, genau dort, wo die Daten entstehen
Dafür werden sogenannte CDS Views (Core Data Services) verwendet. Diese sind vordefinierte Datenmodelle, die sowohl technisch effizient als auch fachlich verständlich strukturiert sind. Sie lassen sich mit Annotationen erweitern, sodass daraus analytische Abfragen entstehen können. Typische Werkzeuge im Embedded-Analytics-Kontext sind der Query Browser, Analytical List Pages (ALP) oder Smart Business KPIs.
Der große Vorteil besteht darin, dass die Daten nicht erst in ein anderes System übertragen werden müssen. Stattdessen können Sie innerhalb des SAP Launchpads direkt mit Live-Daten arbeiten, eingebettet in bestehende Prozesse. Genau das macht Embedded Analytics so leistungsstark.
Nun zurück zur Bedeutung des Query Browsers.
Der Query Browser ist eine SAP Fiori Anwendung in SAP S/4HANA und eines der zentralen Werkzeuge von SAP Embedded Analytics. Er ermöglicht es, analytische Abfragen zu durchsuchen, auszuführen und zu analysieren, ohne dass technisches Vorwissen oder Programmierkenntnisse erforderlich sind.
Die zugrunde liegenden Abfragen basieren auf sogenannten Consumption CDS Views. Der Query Browser zeigt ausschließlich diese Views an. Sie können gezielt nach Schlagworten suchen, Filter setzen, Favoriten speichern und Abfragen mit Tags versehen.
Angenommen, Hogwarts hätte ein Embedded Analytics System. Hermine wäre nicht wochenlang durch Regale gewandert, sondern hätte im Query Browser einfach „Flamel“ oder „Artefakt“ eingegeben. Eine CDS View wie C_MagicalItemsWithLocation hätte sofort Informationen zu Standort, Sicherungslevel, letzten Zugriffen und Schutzzaubern geliefert.
Mit einem Klick hätte sie:
Voldemorts Plan wäre damit längst enttarnt gewesen.
Im Buch versucht Voldemort in Gestalt von Professor Quirrell den Stein mehrfach zu stehlen:
All diese Aktivitäten hätten in einem SAP System Spuren hinterlassen, etwa in Bewegungsdaten, Zugriffstabellen oder Schutzprotokollen. Die passende Query hätte sie sichtbar gemacht.
Ein Beispiel aus dem Bankwesen:
Ein internes Kontrollteam bemerkt auffällige Bewegungen im Zahlungsverkehr, etwa ungewöhnlich hohe Gutschriften auf bestimmte Geschäftskonten kurz vor Quartalsende.
Mit dem Query Browser:
Ein weiteres Beispiel: Ein Risikomanager möchte herausfinden, welche Kreditnehmer in den letzten Wochen mehrfach ihre Zahlungsziele verschoben haben. Statt Unterstützung durch die IT oder externe BI-Teams zu benötigen, öffnet er eine geeignete Query, filtert auf Kunden mit überfälligen Raten und erhält in Echtzeit eine Auswertung mit Drilldown-Möglichkeiten. Alles erfolgt direkt im Fiori Launchpad, eingebettet im SAP S/4HANA System.
Hätte Hogwarts auf Embedded Analytics gesetzt, wäre vieles schneller klar geworden. Hermine hätte nicht raten, sondern analysieren können. Voldemorts Spuren hätten sich quer durch das System gezogen und wären mit den richtigen Queries auffindbar gewesen. Der Stein wäre sicherer gewesen.
SAP Embedded Analytics bietet genau das: Klarheit, Geschwindigkeit und Zugriff auf das, was zählt.
Im nächsten Blog werfen wir einen Blick in Band 2: Die Kammer des Schreckens. Dort wird eine Analytical List Page zu einem entscheidenden Werkzeug. Wenn Schüler versteinert in den Gängen liegen, müssen Muster erkannt werden. Und genau das können Analytical List Pages besonders gut.
Mehr spannende Einblicke und Use Cases zu Analytics finden Sie hier: https://www.movisco.de/themen/analytics
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