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DORA vs. BAIT: EU-Regulierung ersetzt nationale IT-Anforderungen

Die Anforderungen an die digitale Resilienz von Finanzunternehmen verändern sich grundlegend. Mit dem Inkrafttreten des Digital Operational Resilience Act (DORA) verlagert sich die Regulierung von der nationalen auf die europäische Ebene. Damit steht ein bedeutender Paradigmenwechsel bevor: Die Bankaufsichtlichen Anforderungen an die IT (BAIT), seit Jahren die zentrale Vorgabe der BaFin für deutsche Kreditinstitute, werden schrittweise durch DORA abgelöst.

Doch worin unterscheiden sich BAIT und DORA? Wer ist betroffen? Und was bedeutet das konkret für Banken und Finanzdienstleister in Deutschland? Der folgende Beitrag beleuchtet Gemeinsamkeiten, Unterschiede und den Fahrplan der Umstellung.

BAIT vs. DORA – Ein strukturierter Vergleich

BAIT wird durch DORA abgelöst – was bedeutet das?

Die BAIT werden schrittweise durch DORA ersetzt. Für Institute, die unter DORA fallen, sind die Vorgaben der BAIT ab dem 17. Januar 2025 nicht mehr anzuwenden. Dieser Stichtag markiert das offizielle Inkrafttreten der EU-Verordnung. Bis dahin müssen die betroffenen Unternehmen ihre internen Prozesse, Governance-Strukturen und IT-Kontrollmechanismen an die neuen Anforderungen angepasst haben.

Übergangszeitraum und vollständige Aufhebung:

Die vollständige Aufhebung der BAIT ist bis spätestens Ende 2026 vorgesehen. Während dieser Übergangszeit begleitet die BaFin die Transformation aktiv, z. B. durch Konkretisierungen und Klarstellungen zur praktischen Umsetzung von DORA.

Ausnahmen:

Institute, die nicht unter DORA fallen – beispielsweise bestimmte kleinere Finanzdienstleister – müssen weiterhin die BAIT einhalten, solange keine Erweiterung des DORA-Anwendungsbereichs erfolgt.

Fazit: Nationale vs. europäische IT-Regulierung – ein notwendiger Schritt

DORA und BAIT verfolgen dasselbe Ziel: Sie wollen sicherstellen, dass Finanzunternehmen ihre IT-Risiken beherrschen, cyberresilient agieren und im Ernstfall handlungsfähig bleiben. Doch DORA geht dabei deutlich weiter – mit einer EU-weiten Harmonisierung, umfassenderen Anforderungen und zentraler Aufsicht über kritische Drittanbieter.

Für deutsche Institute bedeutet der Übergang von BAIT zu DORA zwar eine regulatorische Neuausrichtung, aber auch eine Chance: Statt nationaler Alleingänge gibt es künftig einheitliche Maßstäbe, insbesondere im Umgang mit länderübergreifenden IT-Dienstleistern und digitalen Risiken.

Jetzt ist die Zeit, sich intensiv mit DORA auseinanderzusetzen – nicht nur aus Compliance-Gründen, sondern um die digitale Widerstandsfähigkeit nachhaltig zu stärken.

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