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BI-Strategie: Tableau und SAP BW – ein perfektes Gespann

Erst mit dem Berichtswesen bzw. dem Reporting lassen sich die Datenschätze aus einem Data Warehouse wie dem SAP BW heben. Aus Compliance-Gründen entstehen in Banken eine Vielzahl an Reports in einem festen Turnus, um den Anforderungen u.a. von Aufsichtsbehörden und Aufsichtsgremien zu genügen. Im Tagesgeschäft taucht häufig der Wunsch auf, Reports und Datenvisualisierungen möglichst kurzfristig zu gewinnen, um so etwa strategische Fragestellungen oder Vertriebschancen zu analysieren. Dieser Blogbeitrag stellt, wie bereits im Überblick „What is Business Intelligence and Why Should You Care?“ beschrieben, exemplarisch eine Lösung dafür im Rahmen einer BI-Strategie vor.

Tipp 1:

In den nächsten Monaten werden wir aus Sicht der BI-Berater weitere nützliche Tools (alle Markenrechte liegen bei den Herausgebern der Tools) im Rahmen einer möglichen BI-Strategie vorstellen – abonnieren Sie doch einfach unseren RSS-Feed.

Exemplarisches Business Intelligence-Tool: Tableau

Um zu Wissen und Erkenntnissen aus den in einem SAP BW Data Warehouse vorliegenden Daten zu gelangen, braucht es Reports und Analysen. Die entstehen idealerweise innerhalb eines Unternehmens genau dort, wo die Fragestellung auftaucht. Das beschreibt bereits die Leitlinien in der Entwicklung der BI-Lösung Tableau, die bereits seit Jahren von Gartner in seinem Magic Quadrant für Business Intelligence-Plattformen zu den Leadern gezählt wird.

Tableau – Visual Analytics Platform als Teil einer BI-Strategie

Das inzwischen zu Salesforce gehörende Unternehmen Tableau wurde bereits im Jahr 2003 im Rahmen eines Informatikprojekts an der Stanford University gegründet. Das erklärte Ziel der technologischen Entwicklung besteht darin, Datenanalysen durch Visualisierung zugänglicher zu machen. Um dies zu erreichen, entwickelte das Unternehmen die Sprache VizQL. Sie übersetzt die auf Frontend-Seite von den Nutzerinnen und Nutzern per Drag & Drop zusammengestellten Aktionen über Konnektoren in Datenbankabfragen.

Die von Tableau entwickelten nativen Konnektoren stehen für eine ganze Reihe von Datenbanken und Lösungen zur Verfügung: Salesforce, SQL-Server von Microsoft oder Postgres, Google Analytics und Google Big Query, um einige Beispiele zu nennen. Für Unternehmen, die bereits SAP BW im Einsatz haben, ist die Anbindung zu SAP HANA besonders interessant.

Zu den Charakteristika von Tableau – in Verbindung mit SAP - zählen:

  • Connection zum BW (auch ohne HANA möglich).
  • Zugriff via SAP HANA oder ODBC-Treiber.
  • Wahlweise Zugriff auf Live- oder Extrakt-Daten. Bei Extrakten sind wesentlich mehr Funktionen der Software nutzbar.

Es gibt je nach Verbindungstyp Limitationen, die zu beachten sind. Dazu zählen beispielsweise:

  • Hierarchien werden in Verbindung mit SAP BW unterstützt, in Verbindung mit HANA dagegen nicht.
  • Tableau unterstützt keinen direkten Zugriff auf die Datenbanktabellen der BW Instanzen.
  • Bei der SAP BW Extrakt Verbindung unterstützt Tableau nur InfoProvider.

Tableau Software steht in stetigem Austausch mit SAP: Im konkreten Fall bedeutet dies, dass die Entwickler von Tableau direkte Unterstützung durch SAP erhalten. Auch im Rahmen von Produktverbesserungen oder neuer Releases bleibt die Leistungsfähigkeit der Konnektoren erhalten. Für Tableau-Anwender schafft das auch Investitionssicherheit.

No-Code-Paradigma: leichte Anwendbarkeit

Direkt aus der Historie des Programms leitet sich eine der wesentlichsten Eigenschaften von Tableau ab. Die Anwendung wurde unter dem „No-Code“-Paradigma entwickelt: Die Nutzerinnen und Nutzer müssen selbst keinen Quellcode schreiben oder SQL-Statements beherrschen. Das erleichtert den Zugang für Mitarbeitende abseits der IT. Die Benutzeroberfläche erinnert an Look und Feel der Pivot-Funktionen in Excel. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Fachabteilungen, die bereits über fundierte Excel-Kenntnisse verfügen, werden schnell produktiv damit arbeiten können.

Power User – wie Angehörige der IT-Abteilung oder Personen mit entsprechenden Kenntnissen – können gleichwohl auf einer tieferen Ebene mit Tableau und den Daten arbeiten. Ihnen steht der Zugang via Multidimensional Expressions (MDX) oder der Statistiksprache R („R“ ist eine freie Programmiersprache für Berechnungen und Grafiken in der Statistik) offen; der Einsatz der höheren Programmiersprache Python ist möglich.

Die größte Stärke liegt in den unzähligen und grafisch ansprechenden Optionen zur Visualisierung von Daten. Die Diagrammformen und Gestaltungsoptionen sorgen für eine hohe Akzeptanz bei den Nutzerinnen und Nutzern, weil sich so ein spielerischer Zugang zu den Daten ergibt. Die Datenvisualisierungen bilden leicht die Grundlage für eigene Vorträge. So ist das Umformatieren der gleichen Auswertung mit wenigen Mausklicks erledigt, falls es aus Sicht der Anwender für einen Vortrag passend erscheint.

Vielseitigkeit von Tableau im Rahmen einer BI-Strategie

movisco AG – Business- und IT-Consulting – bewertet Tableau, gemäß unserer als Berater für Banken gemachten Erfahrungen im Zusammenspiel mit der SAP HANA Datenbank bzw. dem SAP BW/4HANA, als vielseitig einsetzbar.

  1. So stehen eine Desktop-Variante und der Tableau-Server zur Verfügung. Ein Tableau-Server übernimmt im Kern zwei Funktionsbereiche. Zum einen können die über Tableau-Desktop angelegten Visualisierungen zentral anderen Nutzern zur Verfügung gestellt werden. Als wesentlich erweist sich auch die einfachere Umsetzung von Compliance-Regeln: Die Administratoren können exakt steuern, welcher Benutzerkreis auf welche Daten überhaupt Zugriff erhalten darf. Dabei arbeitet der Server mit allen aktuellen Verzeichnisdiensten zusammen.
  2. Die Visualisierungssoftware unterstützt die Verbindung zu einer Vielzahl von Daten, die an unterschiedlichen Orten gespeichert sein können: beispielsweise einem Tabellenblatt oder Textdatei lokal auf PC oder Tablet, in einer umfassenden Datenbank (Big Data) oder einer relationalen rsp. mehrdimensionalen (Cube-)Datenbank auf einem Unternehmensserver; unterstützt werden aber auch Verbindungen zu öffentlich verfügbaren Daten im Internet oder zu einer Cloud-Datenbankquelle wie Google Analytics, Amazon Redshift oder Salesforce.
  3. Ähnlich flexibel erweist sich Tableau auch beim Abfragen der Daten aus SAP. Die Nutzerinnen und Nutzer können sowohl mit Extrakten oder Live-Daten arbeiten. Beim Extrahieren ist zu beachten, dass Tableau bei manchen SAP BW-Objekten deren Funktionalität nicht unterstützt, dazu zählen beispielsweise berechnete Kennzahlen, benutzerdefinierte Formatierungen und Zelleigenschaften oder voraggregierte Daten einer Query eines Multiproviders.
  4. Tableau bietet eine sehr gute Skalierbarkeit bei großen Datenmengen und zeigt sich sehr performant bei der Datenanalyse.

Die Software bedient sich in der Benutzerführung eines eingängigen klassischen Modells: Der Zugriff auf die Daten wird über eine Struktur aus Arbeitsmappen und Blättern realisiert, wie sie aus MS Excel bekannt sind. Verschiedene Ansichten auf unterschiedliche Arbeitsblätter können zu Dashboards zusammengefasst werden, um so etwa für den eigenen Aufgabenbereich wichtige Kennzahlen einfacher im Blick zu behalten. Diese Dashboards lassen sich auch zu so genannten Storys kombinieren, um die Erkenntnisse aus den Daten weiter zu vertiefen und anschaulicher zu gestalten.

Reporting: Tableau unterstützt agiles Arbeiten

Als wichtige Antwort auf die Herausforderungen der Zukunft gelten in Unternehmen – da bildet die Bankenwelt keine Ausnahme - selbstorganisiertes und agiles Arbeiten. Genau das ermöglicht Tableau, da es auf der einen Seite viele bereits aus anderen Anwendungen (zum Beispiel Tabellenkalkulationen) gelernte Funktionen in das SAP HANA-Umfeld überträgt. Teams werden somit in die Lage versetzt, sich Informationen auch ohne Rückgriff auf IT-Spezialisten zu beschaffen.

Dieses Bedienkonzept bildet auf der anderen Seite auch die Basis für ein iteratives und agileres Vorgehen. Statt alle Anforderungen für einen Report im Voraus zu definieren, können Dashboards in Tableau sukzessive aufgebaut und schrittweise verfeinert werden. Die herausragenden Möglichkeiten bei der Datenvisualisierung können etwa dazu dienen, interne Diskussionen anregen und den ergebnisorientierten Umgang mit dem Zahlen- und Datenmaterial zu fördern.

movisco-Bewertung: das Fazit

Zusammengefasst ist Tableau ein vielseitig einsetzbares Werkzeug im Rahmen einer BI-Strategie, das es den Nutzern erlaubt, selbstständig eigene Datenvisualisierungen aus einem SAP Business Warehouse zu generieren und eigene Fragestellungen zu entwickeln und zu bearbeiten. Große Vorerfahrung ist nicht notwendig – das Business Intelligence-Tool liefert gute Ergebnisse und erzielt eine hohe Akzeptanz bei den Endanwendern. Somit ergibt sich das Potenzial, einem größeren Nutzerkreis die Möglichkeit zu geben, Daten sprechen zu lassen – Ergebnisse auf einen Blick.

Tipp 2:

Wenn Sie wissen wollen, wie Tableau seinen vollen Nutzen auch in Ihrem Kreditinstitutinstitut oder Unternehmen entfalten kann, sprechen Sie uns gern unverbindlich an: Nadja Seemann oder Christoph Bauer beantworten gerne Ihre Fragen.

Tipp 3:

Wenn Sie weiterführende Informationen von movisco zum Thema Business Intelligence-Strategie suchen, dann fordern Sie unsere Whitepaper „Integrative Gesamtbanksteuerung” und „Agiles Data-Warehouse-Design mit SAP BW/4HANA” kostenlos bei uns an: Jana Rapp sendet Ihnen gerne unsere Whitepaper zu.


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