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THE BANKING QUARTERLY: A movisco REPORT
Zwischen Bewährtem und Neuem: Wie entwickelt sich die SAP Landschaft weiter?
Technologische Weiterentwicklung bedeutet nicht zwangsläufig, Bewährtes abzulösen. Gerade im SAP- Umfeld stehen viele Banken und Unternehmen vor der Frage, wie sich bestehende Systeme und Investitionen sinnvoll weiterentwickeln und mit neuen Technologien verbinden lassen.
Das zeigt sich besonders im SAP Data Warehousing. Über Jahre gewachsene SAP BW-Landschaften bilden in vielen Unternehmen weiterhin eine wichtige Grundlage für Reporting, Steuerung und regulatorische Anforderungen. Gleichzeitig eröffnen SAP BW/4HANA, SAP Datasphere und die SAP Business Data Cloud unterschiedliche Möglichkeiten, Datenarchitekturen zu modernisieren und weiterzuentwickeln.
Damit geht es längst nicht mehr nur um die Frage, welche Technologie technisch möglich oder gerade neu ist. Entscheidend ist vielmehr: Was passt zur bestehenden Systemlandschaft, zu den fachlichen Anforderungen und zum angestrebten Zielbild?
Auch bei SAP S/4HANA stellt sich eine ähnliche Frage. Eine Migration von SAP ERP auf SAP S/4HANA ist nicht nur ein technischer Systemwechsel, sondern bietet die Gelegenheit, Prozesse, Daten und Architektur grundsätzlich zu überprüfen und weiterzuentwickeln.
Genau diese Weichenstellungen stehen im Mittelpunkt dieser Ausgabe des THE BANKING QUARTERLY: Wir betrachten unterschiedliche Wege für die Weiterentwicklung von SAP BW-Landschaften, ordnen SAP BW/4HANA, SAP Datasphere und die SAP Business Data Cloud ein und zeigen, welche Rolle die SAP S/4HANA Transformation dabei spielt. Im Gespräch mit movisco-Partner Robert Meinl geht es außerdem darum, was solche Veränderungen für Banken in der Praxis bedeuten.
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HOT TOPIC: SAP Data Warehousing im Wandel
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SAP BW/4HANA, SAP Datasphere und SAP Business Data Cloud richtig einordnen
Datenlandschaften entwickeln sich weiter – und mit ihnen die Möglichkeiten im SAP Data Warehousing. Viele Unternehmen arbeiten heute mit über Jahre gewachsenen SAP BW-Landschaften und stehen vor der Frage, wie diese künftig weiterentwickelt werden sollen.
Dabei gibt es nicht den einen richtigen Weg. Je nach Ausgangssituation kann die Conversion auf SAP BW/4HANA im Mittelpunkt stehen, eine schrittweise Erweiterung um SAP Datasphere sinnvoll sein oder die SAP Business Data Cloud neue Möglichkeiten eröffnen, bestehende SAP BW-Daten für Cloud-, Analytics- und KI-Szenarien zu nutzen.
Entscheidend ist deshalb zunächst nicht die Wahl einer einzelnen Technologie, sondern das Zielbild für die zukünftige Datenarchitektur.
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SAP BW/4HANA: Bestehende SAP BW-Landschaften weiterentwickeln
Für Unternehmen mit etablierten SAP BW-Systemen bleibt SAP BW/4HANA eine wichtige Option. Bestehende Datenmodelle, Reporting-Strukturen und fachliche Logiken können weitergenutzt und auf eine modernisierte technologische Basis überführt werden.
Für den Weg von SAP BW zu SAP BW/4HANA stehen unterschiedliche Conversion-Ansätze zur Verfügung. Welcher davon geeignet ist, hängt unter anderem von der bestehenden Systemlandschaft und dem gewünschten Zielbild ab.
Vor einer Conversion stellen sich deshalb zentrale Fragen: Welche Objekte und Entwicklungen sollen übernommen werden? Wo besteht technischer oder fachlicher Bereinigungsbedarf? Welcher Conversion-Ansatz passt zur bestehenden Landschaft? Und wie lässt sich das Projekt strukturiert vorbereiten?
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SAP BW läuft – aber wie lange noch?
Genau diesen Fragen widmet sich unser kostenfreies Webinar am 06.10.2026 um 11:00 Uhr.
movisco-Consultant Nico Reichel zeigt, wo klassische SAP BW-Systeme zunehmend an Grenzen stoßen, welche technologischen Veränderungen und Potenziale SAP BW/4HANA mit sich bringt und welche Wege für eine Conversion zur Verfügung stehen. Außerdem gibt er einen praxisnahen Einblick in den typischen Ablauf eines Conversion-Projekts.
Jetzt kostenfrei zum Webinar anmelden: https://www.linkedin.com/event/manage/7508041386949189632/
Wer sich vorab vertiefend mit der Rolle von SAP BW/4HANA beschäftigen möchte:
„BW/4HANA: Zukunftsfähiges Fundament oder Auslaufmodell im Zeitalter der Cloud?“
Zum Beitrag von Nico Reichel
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SAP Datasphere: Bestehende Datenlandschaften ergänzen
Neben der Weiterentwicklung mit SAP BW/4HANA eröffnet SAP Datasphere zusätzliche Möglichkeiten für moderne Datenarchitekturen. SAP Datasphere ist eine Kernkomponente der SAP Business Data Cloud und bietet Funktionen für die Integration, Modellierung und Bereitstellung von Daten.
Dabei können Daten aus SAP und Non-SAP Quellen zusammengeführt und so modelliert werden, dass ihr fachlicher Kontext erhalten bleibt.
Gerade für Unternehmen mit bestehenden SAP BW-Landschaften ist das relevant. Vorhandene Daten und Strukturen können mit neuen Cloud-Szenarien und weiteren Datenquellen verbunden werden. Eine Modernisierung muss damit nicht zwangsläufig bedeuten, bestehende SAP BW-Strukturen auf einen Schlag abzulösen.
Auch hybride und schrittweise Modernisierungspfade sind möglich.
Weiterführend:
Umstieg von SAP BW/4HANA auf SAP Datasphere
Zum Beitrag über BW/4HANA und SAP Datasphere
SAP BW Data Products, SAP Datasphere und Business Data Cloud
Zum Beitrag über Data Products, Datasphere und BDC
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SAP Business Data Cloud: SAP BW-Modernisierung weiterdenken
Mit der SAP Business Data Cloud führt SAP verschiedene Daten-, Analytics- und KI-Funktionen in einer übergreifenden SaaS-Lösung zusammen. Dazu gehören unter anderem SAP Datasphere, SAP Analytics Cloud, SAP Business Warehouse und SAP Databricks.
Für Unternehmen mit bestehenden SAP BW-Landschaften ist insbesondere interessant, wie vorhandene Investitionen weitergenutzt und mit neuen Daten- und KI-Szenarien verbunden werden können.
SAP stellt dafür unter anderem Möglichkeiten bereit, Daten aus SAP BW und SAP BW/4HANA als Data Products bereitzustellen. Diese können innerhalb der SAP Business Data Cloud für weitere Analytics-, Data-Science- und KI-Szenarien genutzt werden.
Damit erweitert die SAP Business Data Cloud die Möglichkeiten für die Modernisierung bestehender SAP BW-Landschaften. Welche davon sinnvoll sind, hängt jedoch von der jeweiligen Ausgangssituation und dem angestrebten Zielbild ab.
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Cloud Up Your BW
Wie eine SAP BW-Modernisierung mit der SAP Business Data Cloud aussehen kann, welche Schritte dabei relevant sind und welche Rolle SAP Datasphere spielt, zeigt unser Praxisbeitrag:
Zum Praxisbeitrag „Cloud Up Your BW“
Wer die Möglichkeiten anschließend für die eigene Datenlandschaft konkretisieren möchte, kann unterschiedlich tief einsteigen – von einer ersten Orientierung über einen technologischen Deep Dive bis zur konkreten Planung der SAP BW Modernisierung.
Zu unseren Angeboten zur SAP BW-Modernisierung mit SAP Business Data Cloud:
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SAP Data Warehousing: Erst das Zielbild, dann die Technologie
SAP BW/4HANA Conversion, SAP Datasphere und SAP Business Data Cloud sind nicht einfach drei konkurrierende Optionen, zwischen denen Unternehmen eine auswählen müssen.
Die entscheidenden Fragen liegen eine Ebene darüber: Welche bestehenden Datenmodelle und fachlichen Logiken sollen erhalten bleiben? Wo verursachen historisch gewachsene Strukturen unnötige Komplexität? Welche neuen Anforderungen sollen künftig abgedeckt werden? Welche Daten sollen systemübergreifend verfügbar sein? Und welche Rolle sollen Cloud, Data Products, Self-Service Analytics oder KI künftig spielen?
Erst aus diesen Anforderungen lässt sich ableiten, welche Technologien und Modernisierungsschritte zur eigenen Datenstrategie passen.
Mehr zu SAP Data Warehousing bei movisco: https://www.movisco.de/technologien/sap-data-warehousing
Oder, um einen Leitsatz aufzugreifen, der auch das Buch „Bank im Wandel – Lösungsmodelle für eine zukunftssichere Business Intelligence-Strategie“ von Christoph Bauer und Thomas Arnsberg durchzieht:
„Erst grübeln, dann dübeln.“
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ALL EYES ON: S/4HANA Migration
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Für viele Unternehmen und Banken rückt die Transformation auf SAP S/4HANA weiter in den Fokus. Für zentrale Anwendungen der SAP Business Suite 7 läuft die Mainstream Maintenance Ende 2027 aus. Im Anschluss bietet SAP für bestimmte Anwendungen eine optionale Extended Maintenance bis Ende 2030 an.
Damit stellt sich für viele Unternehmen nicht mehr nur die Frage, wann sie den Wechsel angehen, sondern vor allem wie sie ihn gestalten. Wer die Transformation strategisch plant, kann die Gelegenheit nutzen, Prozesse, Daten und die bestehende Systemarchitektur grundlegend zu überprüfen und weiterzuentwickeln.
Diese Einschätzung teilt movisco-Partner Robert Meinl, der Banken bei der Transformation ihrer SAP-Landschaften begleitet. Im Interview weiter unten in dieser Ausgabe spricht er darüber, warum eine SAP S/4HANA Migration weit mehr ist als ein technischer Systemwechsel.
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SAP S/4HANA Migration strategisch planen
Eine erfolgreiche SAP S/4HANA Migration beginnt lange vor der technischen Umsetzung. Projektaufwand, Zeitplan, Risiken und der spätere Betrieb müssen frühzeitig berücksichtigt werden. Neben der technischen Ausgangssituation spielen dabei auch organisatorische und fachliche Aspekte eine entscheidende Rolle.
Die größten Herausforderungen entstehen häufig nicht erst während der Umsetzung, sondern liegen bereits in der Ausgangssituation: Individuelle Entwicklungen, gewachsene Systemlandschaften, fehlende Datenqualität oder komplexe Schnittstellen können den Projektverlauf erheblich beeinflussen, wenn sie erst spät erkannt werden.
Eine strukturierte Analyse schafft frühzeitig Transparenz über den Handlungsbedarf. Dazu gehören unter anderem die Bewertung von Custom Code, die Analyse der Datenqualität, die Identifikation kritischer Schnittstellen sowie die Betrachtung organisatorischer Rahmenbedingungen. So lassen sich Risiken gezielt adressieren und geeignete Maßnahmen bereits vor Beginn der eigentlichen Migration planen.
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Von der ersten Orientierung bis zum Blueprint
Je nach Ausgangssituation und Projektphase unterscheiden sich auch die Fragen, die vor einer SAP S/4HANA Migration geklärt werden müssen. movisco bündelt den Einstieg deshalb in vier Formaten – von der ersten Orientierung bis zur detaillierten Planung der Transformation:
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Der Impulsvortrag dient der ersten Orientierung zu Transitionsstrategie, Migrationspfaden, typischen Fallstricken und Quick Wins. Im Strategy Workshop rücken unter anderem die Entscheidung für den Migrationspfad und das Cloud-Modell sowie High-Level-Roadmap und Team-Setup in den Mittelpunkt.
Der Readiness Check vertieft die Standortbestimmung, etwa hinsichtlich Custom Code, Datenqualität und Prozessreife. Assessment & Blueprint führen diese Ergebnisse schließlich zu einer umfassenden Daten-, Integrations-, Test- und Migrationsroadmap zusammen.
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Transformation nachhaltig gestalten
Mit dem Go-Live ist eine SAP S/4HANA Migration nicht abgeschlossen. Erst im produktiven Betrieb zeigt sich, ob Prozesse, Daten und Systemarchitektur langfristig tragfähig sind und die gewünschten Mehrwerte erreicht werden.
Deshalb sollte eine Migration nicht als einmaliges Projekt, sondern als Ausgangspunkt für die kontinuierliche Weiterentwicklung der SAP Landschaft verstanden werden.
Regelmäßige Optimierungen, die schrittweise Modernisierung von Prozessen sowie die Nutzung neuer SAP Technologien tragen dazu bei, den langfristigen Nutzen der Investition zu sichern. So entsteht eine Systemlandschaft, die Unternehmen auch bei zukünftigen fachlichen und technologischen Anforderungen unterstützt.
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Die movisco Transition-Strategie betrachtet die SAP S/4HANA Migration als durchgängige End-to-End-Reise, die lange vor der technischen Migration beginnt und weit über den Go-Live hinauswirkt.
Als Vorgehensmodell dient SAP Activate mit einem strukturierten, phasenbasierten Ansatz. Anforderungs-, Test- und Release-Management können dabei über SAP Cloud ALM oder SAP Solution Manager / Focused Build mit ChaRM unterstützt werden.
Sechs aufeinander aufbauende Phasen schaffen Orientierung und helfen dabei, technische, fachliche und organisatorische Entscheidungen miteinander zu verzahnen.
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Nach so viel fachlichem Input wird es persönlicher: Wir stellen einen unserer Partner vor und werfen einen Blick auf die kostenfreien movisco-Webinare im Herbst.
1. movisco ganz persönlich: Robert Meinl
2. Kostenfreie Webinare im Herbst zu SAP, Data & Analytics und KI im Requirements Engineering
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1. movisco ganz persönlich: Robert Meinl
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Wir sind nicht nur die Marke movisco – wir sind viele. Viele Beraterinnen und Consultants, die ihre IT- und Business-Expertise in den Banken-Sektor einbringen. Menschen mit hervorragenden Ausbildungen, Kompetenz und einer Menge an Zertifikaten und Auszeichnungen – aber eben auch Menschen mit Ideen, ganz individuellen Lebenswegen und Visionen. Und genau so wollen wir uns Ihnen vorstellen – in jeder Ausgabe des THE BANKING QUARTERLY als dem Berater-Magazin für Menschen in Banking und IT.
In dieser Ausgabe des THE BANKING QUARTERLY stellen wir vor: Robert Meinl
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Robert Meinl ist Partner bei der movisco AG und hält ein Diplom in Wirtschaftsinformatik. Seine IT-Expertise umfasst Planung und Architektur, Einführung, Migration und Wartung von SAP-Lösungen im Bankenumfeld. Seine Kernkompetenzen liegen im SAP Digital Core S/4HANA sowie in den analytischen Lösungen FPSL und S/4HANA Finance.
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Nach seiner Studienzeit in Frankfurt und Ulm führte ihn sein beruflicher Weg zur SAP AG nach Walldorf. Die Mitarbeit an der Entwicklung des SAP Bank Analyzers war eine Station, die seine weitere berufliche Ausrichtung auf SAP und das Bankenumfeld wesentlich geprägt hat.
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Vier persönliche Fragen an Robert:
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Robert, als damals frisch diplomierter Wirtschaftsinformatiker stand dir die Business-Welt ja offen. Wie war Dein Weg ... und was hat dich schließlich in dieses spezifische Bankenumfeld mit den Schwerpunkten in der Architektur und der Einführung von respektive der Migration auf SAP-Lösungen geführt?
Robert Meinl: Mein Weg war tatsächlich nicht ganz geradlinig – aber alles lief auf eine Richtung hin zu. Begonnen habe ich mein Studium der Wirtschaftsinformatik an der Goethe-Universität Frankfurt und es später – bedingt durch einen privaten Umzug – an der Hochschule Ulm abgeschlossen. Schon während des Studiums haben mich komplexe IT-Systeme und deren Zusammenspiel mit betriebswirtschaftlichen Prozessen fasziniert. Nach meinem Berufseinstieg bei einem IT- Beratungs- und Handelsunternehmen ergab sich die Möglichkeit, zur SAP AG nach Walldorf zu wechseln. Dort durfte ich knapp zwei Jahre an der Entwicklung des SAP Bank Analyzers mitarbeiten – rückblickend der entscheidende Wendepunkt meiner Laufbahn.
Die Finanzbranche hat mich schon immer gereizt; ursprünglich konnte ich mir sogar vorstellen, Bankkaufmann zu werden. Dass ich heute als Berater Banken bei ihren Transformationen begleite, ist letztlich meiner Zeit bei SAP zu verdanken. Mich fasziniert bis heute die besondere Rolle der Banken im Wirtschaftssystem und das Spannungsfeld zwischen regulatorischen Anforderungen, staatlicher Aufsicht und den Dynamiken des freien Marktes. Gleichzeitig entstehen genau daraus anspruchsvolle technologische Herausforderungen und daraus spannende Projekte. Über ein gemeinsames Projekt bei der Postbank lernte ich schließlich Thomas Arnsberg kennen, eines der Gründungsmitglieder der movisco AG. Er gewann mich als dritten Gesellschafter für den Aufbau des SAP-Banking-Geschäfts. Seit 2017 bin ich Partner der movisco AG.
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Eine Bank modernisiert ihre Finanz- und IT-Systemlandschaft, um eine zukunftssichere, integrierte SAP-Architektur zu etablieren. Das bestehende ERP-System ist durch zahlreiche Eigenentwicklungen und Schnittstellen zu Um-Systemen sowohl komplex als auch schwer zu warten geworden. So wird entschieden, die Systemlandschaft zu konsolidieren und auf SAP S/4HANA Public Cloud umzustellen –- eine nahezu prototypische Ausgangslage und Projektbeschreibung, wie sie für viele Banken und Finanzdienstleister gilt, und die ihr auch bei einer Bank, über die ihr eine interessante Case Study so vorgefunden habt. Wie gehen du und dein Team dabei konkret vor?
Robert Meinl: Der wichtigste Erfolgsfaktor ist aus meiner Sicht, eine S/4HANA-Transformation nicht als reines IT-Projekt zu verstehen. Sie betrifft Prozesse, Organisation, Daten und vor allem die Menschen gleichermaßen. Deshalb beginnen wir immer mit einer fundierten Analyse der bestehenden Systemlandschaft und der fachlichen Ausgangssituation. Darauf aufbauend entwickeln wir gemeinsam mit dem Kunden eine Migrationsstrategie und identifizieren frühzeitig kritische Themen – etwa im Bereich Geschäftspartner (CVI), New General Ledger, Datenqualität oder der Ergebnisse von S/4HANA-Readiness-Checks.
In meinem aktuellen Projekt begleite ich eine deutsche Bank bereits seit rund zwei Jahren auf ihrem Weg von SAP ECC nach SAP S/4HANA on premise. Dabei unterstütze ich die Projektleitung fachlich und koordiniere sämtliche fachlichen Vorbereitungsmaßnahmen sowie die eigentliche Migration – von Sandbox- und Projektsystemen bis hin zur produktiven Linienumgebung. Ein wesentlicher Bestandteil ist dabei auch das Change Management. Denn eine erfolgreiche Transformation endet nicht mit einem technischen Go-live. Sie ist erst dann gelungen, wenn die neuen Prozesse verstanden, akzeptiert und im Tagesgeschäft sicher gelebt werden.
Die von dir angesprochene Migration auf SAP S/4HANA Public Cloud bringt darüber hinaus eine weitere, aus meiner Sicht entscheidende Herausforderung mit sich: den konsequenten Übergang zu einem Clean-Core-Ansatz. Individuelle Erweiterungen direkt im SAP-Kern, wie sie in klassischen ERP-Systemen über viele Jahre entstanden sind, sind in der Public Cloud grundsätzlich nicht mehr vorgesehen. Unternehmen müssen daher ihre Eigenentwicklungen sorgfältig analysieren und entscheiden, welche Funktionen künftig durch den SAP-Standard abgedeckt werden können und welche als entkoppelte Erweiterungen – beispielsweise auf der SAP Business Technology Platform (SAP BTP) – neu umgesetzt werden. Genau diese strategische Weichenstellung entscheidet häufig darüber, wie wartbar, upgradefähig und zukunftssicher die Systemlandschaft langfristig sein wird.
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Mit S/4HANA haben wir uns in diesem THE BANKING QUARTERLY ja schon umfassend beschäftigt – und es ist neben den analytischen SAP-Lösungen eine Kernkompetenz von dir. Kurz: Was ist Dein „Killer-Argument“ für den Einsatz?
Robert Meinl: Für mich liegt das Killer-Argument weniger in der Technologie selbst als in den Möglichkeiten, die sie eröffnet. S/4HANA schafft eine durchgängige Plattform, auf der Prozesse, Daten und Analysen zusammengeführt werden. Das reduziert Komplexität, verbessert die Datenqualität und ermöglicht deutlich schnellere und fundiertere Entscheidungen. Gerade im Bankenumfeld, in dem regulatorische Anforderungen stetig wachsen und gleichzeitig die Erwartungen an Geschwindigkeit und Effizienz steigen, ist das ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Mein wichtigstes Argument lautet deshalb: S/4HANA ist kein Selbstzweck und kein reines Software-Upgrade – es ist die Grundlage für eine zukunftsfähige Bank.
Dabei ist es vor allem wichtig, die sich durch S/4HANA ergebenden Möglichkeiten auch konsequent zu nutzen. Ein rein technischer Wechsel von SAP ECC auf S/4HANA schafft zunächst vor allem eine moderne Plattform – den eigentlichen Mehrwert entfaltet sie erst durch die Nutzung der neuen Technologien und Architekturen im SAP-Ökosystem. Dazu gehören beispielsweise die SAP Business Technology Platform (SAP BTP) für Erweiterungen und Integrationen nach dem Clean-Core-Prinzip, KI-gestützte Funktionen wie Joule, moderne Fiori-Oberflächen, Event- und API-basierte Integrationen sowie Cloud-Services für Datenanalyse, Automatisierung und Prozessinnovation.
Für mich besteht eine erfolgreiche Transformation deshalb nicht darin, ein bestehendes System möglichst unverändert auf eine neue Plattform zu migrieren. Ziel sollte vielmehr sein, die IT-Landschaft so weiterzuentwickeln, dass sie einfacher wartbar, schneller anpassbar und offen für zukünftige Innovationen ist. Erst dann entsteht aus einer technischen Migration eine echte digitale Transformation.
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Abschließend: Hast du ein Lebens- oder Arbeitsmotto?
Robert Meinl: Mich begleitet seit vielen Jahren ein Satz, der sowohl privat als auch beruflich mein Handeln prägt: „Wenn eine Sache es wert ist, getan zu werden, dann ist sie es auch wert, ordentlich getan zu werden.“
Gerade in Transformationsprojekten zeigt sich immer wieder, wie wichtig dieser Anspruch ist. Qualität entsteht nicht durch Perfektionismus um seiner selbst willen, sondern durch Sorgfalt, Verlässlichkeit und den Blick für das große Ganze. Gleichzeitig bedeutet das für mich, nie den Menschen aus dem Fokus zu verlieren. Technologie ist immer nur so gut wie der Nutzen, den sie für ihre Anwender schafft – und genau daran messe ich letztlich auch den Erfolg meiner Projekte.
Robert, danke für das Gespräch!
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2. Kostenfreie Webinare im Herbst: SAP, Data & Analytics und KI im Requirements Engineering
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Vier Themen, vier kompakte Einblicke in aktuelle Entwicklungen und Fragestellungen: Im Herbst 2026 lädt movisco zu vier kostenfreien Webinaren rund um SAP, Data & Analytics und Requirements Engineering ein. Im Fokus stehen aktuelle Technologien, strategische Fragestellungen und konkrete Anwendungsfälle aus der Praxis.
SAP BW/4HANA Conversion. 06.10.2026, 11:00 Uhr
SAP BW läuft - aber wie lange noch? Wege zur SAP BW/4HANA Conversion
Die Migration nach SAP BW/4HANA ist mehr als ein technisches Upgrade. Im Webinar geht es um mögliche Conversion-Ansätze, die strukturierte Vorbereitung und typische Erfolgsfaktoren für die Umsetzung.
https://www.movisco.de/technologien/sap-bw/4hana-conversion
Hier geht es zur kostenfreien Registrierung.
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KI im Requirements Engineering heute und morgen – Vom Werkzeug zum Teammitglied? 05.11.2026, 11:00 Uhr
Wie verändert Künstliche Intelligenz das Requirements Engineering? Das Webinar beleuchtet den aktuellen Stand, konkrete Anwendungsfälle, Chancen und Grenzen heutiger Lösungen sowie die Frage, welche Rolle KI künftig im Anforderungsmanagement übernehmen kann.
https://www.movisco.de/services/requirements-engineering
Link zur kostenfreien Anmeldung folgt über LinkedIn und über www.movisco.com.
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Analytics – Daten als Grundlage besserer Entscheidungen. 17.11.2026, 11:00 Uhr
Von operativen Auswertungen bis zur strategischen Steuerung: Das Webinar gibt einen Überblick über moderne Analytics-Ansätze, Technologien und Best Practices und zeigt, wie sich Analytics derzeit in Richtung integrierter End-to-End-Ansätze weiterentwickelt.
https://www.movisco.de/themen/analytics
Link zur kostenfreien Anmeldung folgt über LinkedIn und über www.movisco.com.
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SAP Business Data Cloud. 03.12.2026, 16:00 Uhr
Welche Rolle kann die SAP Business Data Cloud in einer zukünftigen Datenarchitektur spielen? Das Webinar ordnet BDC, Datasphere und bestehende SAP-BW-Landschaften ein und zeigt, welche Fragen Unternehmen vor dem nächsten Modernisierungsschritt klären sollten.
https://www.movisco.de/sap-bw-modernisierung-mit-sap-business-data-cloud-bdc
Link zur kostenfreien Anmeldung folgt über LinkedIn und über www.movisco.com.
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Thomas Arnsberg, Vorstand
„Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen der neuesten Ausgabe des THE BANKING QUARTERLY! Kommen Sie bei Fragen gerne auf uns zu.“
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Das nächste THE BANKING QUARTERLY kommt als Berater-Magazin für Menschen in Banking und IT werbefrei und kostenlos zu Ihnen im Quartal IV 2026 – melden Sie sich hier einfach direkt an.
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